Neue Wege in der Darmkrebs-Therapie

In der Behandlung von Darmkrebs geht das UniversitätsSpital Zürich neue Wege. Dank ihrer hohen spezifischen Erfahrung, einem „Tumorboard“ sowie robotergestützten Operationen kann das Ärzteteam der Klinik für Viszeralchirurgie auch komplexe Fälle individuell und präzis behandeln.

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Noch nicht lange her, da wurden Darmoperationen ausschliesslich offen mittels grossem Bauchschnitt durchgeführt. Noch heute erfolgen rund die Hälfte aller Eingriffe in der Schweiz auf diese Art und Weise. In manchen Fällen macht eine herkömmliche Operation durchaus Sinn – etwa, wenn der Patient oder die Patientin dies wünscht. Doch häufig erzielen minimal-invasive Methoden wie die Laparoskopie oder roboterassistierte Chirurgie bessere Ergebnisse. Das UniversitätsSpital Zürich bietet in der Behandlung von Darmkrebs alle diese drei Möglichkeiten an. „Es geht darum, die für den Patienten individuell beste Lösung mit dem geringstmöglichen Risiko zu finden“, sagt Professor Matthias Turina, Leiter Kolorektale & Proktologische Chirurgie am USZ.

Wie bei allen Krebserkrankungen ist der Austausch von Spezialisten verschiedener Fachgebiete auch bei der Behandlung von Darmkrebs entscheidend. Aus diesem Grund werden am USZ jeden Montag komplexe Fälle im Rahmen eines „Tumorboards“ interdisziplinär besprochen. Als zuweisender Arzt oder zuweisende Ärztin können Sie Ihre Patienten selbst vorstellen oder die Befunde übermitteln.

Auch bei der Operation von einer der häufigsten Krebsarten in der Schweiz geht man am UniversitätsSpital Zürich neue Wege. So ist seit einigen Jahren die neuste Generation des Operations-Roboters Da Vinci im Einsatz. Dieser unterstützt die Experten bei ihren Eingriffen und erlaubt eine bisher nicht gekannte Präzision. Der Roboter wird von zwei routinierten, spezifisch ausgebildeten Operateuren bedient.

Obwohl Roboter eine Hilfe im Operationssaal sind: Noch viel entscheidender für den Erfolg eines Eingriffs sind die Spezialisten, die sie durchführen. Für Professor Turina ist der entscheidende Vorteil, dass er an der Klinik für Viszeralchirurgie auf hochspezialisiertes Personal zählen kann. Sein vierköpfiges Ärzteteam ist auf die kolorektorale und proktologische Chirurgie spezialisiert und arbeitet eng mit USZ-Fachärzten aus Gastroenterologie, Radio-Onkologie und Onkologie zusammen. „Wir müssen uns nicht mit anderen chirurgischen Problemen befassen, sondern können unsere operative Expertise in der Darmchirurgie ständig vertiefen.“

Das Team für kolorektorale und proktologische Chirurgie von Professsor Turina ist zudem Teil des Darmtumorzentrums USZ, das nach den Kriterien der deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wurde.