Häufige Fragen

 

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein damit ein bariatrisch-chirurgischer Eingriff von der Krankenkasse übernommen wird?  

Kostenübernahme durch Krankenkasse

Kostenübernahme durch Krankenkasse

Die Durchführung einer operativen Massnahme und die Übernahme der damit verbundenen Kosten für Narkose, stationären Aufenthalt, Medikamente usw. werden von den Kassen übernommen, wenn

  1. ein Body-Mass-Index (BMI) von über 35 kg/m2 vorliegt.
  2. eine zweijährige, adäquate Therapie zur Gewichtsreduktion erfolglos war, das heißt, wenn in dieser Zeit oder nachher kein BMI unter 35 kg/m2 erreicht und auch gehalten werden kann. Bei einem BMI von über 50 kg/m2 ist eine Dauer von 12 Monaten ausreichend.
  3. eine schriftliche Einwilligung in die Verpflichtung zu lebenslanger Nachsorge im bariatrischen Netzwerk eines akkreditierten Zentrums vorliegt

 

Was ist bei der Ernährung nach der Magenbypass- oder Schlauchmagen-Operation zu beachten?

Ernährung nach dem Eingriff

Ernährung nach dem Eingriff

Nach einer Magenbypass- oder Schlauchmagen Operation folgt ein spezieller Kostaufbau. Am ersten Tag nach der Operation wird bei uns mit dem Kostaufbau begonnen. Ein Tag klare Flüssigkeit, anschliessend 2 Tage flüssige Kost, 2 Tage fein pürierte Kost und dann für weitere 2-3 Wochen nochmals weiche Kost. Ab ca. 3-4 Wochen kann langsam auf Normalkost umgestellt werden.

Grundsätzlich gilt:

  • Langsam Essen und sehr gut kauen. Sich nur auf das Essen konzentrieren nichts anderes gleichzeitig machen (wie z.B. Fernsehen, lesen, am PC arbeiten etc.)
  • Eine regelmässige Mahlzeitenverteilung einhalten. Anfangs besteht diese aus drei kleinen Hauptmahlzeiten und 2-3 Zwischenmahlzeiten, längerfristig je nach Gewichtsverlauf nur noch aus drei Hauptmahlzeiten.
  • Proteine (= Eiweiss) sind besonders wichtig nach einer Magenbypass-Operation. Proteine sind vor allem für eine gesunde Gewichtsabnahme wichtig, bei einer ungenügenden Proteinzufuhr wird vermehrt Muskelmasse abgebaut. Proteinreiche Nahrungsmittel sind fettarmer Fisch und Fleisch, Hülsenfrüchte, Fleischersatz, Eier, Milch und Milchprodukte.
  • Zuckerkonsum möglichst niedrig halten, vor allem gezuckerte Getränke wie Süssgetränke, Fruchtsäfte wie auch light-Getränke auf Basis von Fructose oder Maltose verzichtet werden. Insbesondere nach einer Bypass-Operation wird Zucker sowie auch Fructose/Maltose sehr schnell ins Blut aufgenommen, was zu einem sogenannten Dumping-Syndrom führen kann (Unwohlsein mit z.B. Schwindel, Zittern, Schweissausbrüchen).
  • Die Fettzufuhr möglichst einschränken, um Fettstühle zu vermeiden. Wir empfehlen eine Zufuhr unter 70 g pro Tag empfohlen.
  • Möglichst 2 Liter energiearme Getränke trinken. In der ersten Zeit sollte die Kohlensäure wegelassen werden. Trinken und essen möglichst verschoben einnehmen.
  • Vitamin- und Mineralstoffpräparate müssen täglich und lebenslänglich zugeführt werden. Damit das Vitamin D vom Körper hergestellt werden kann ist es notwendig, sich mind. 15 Minuten täglich draussen unter freiem Himmel zu bewegen.

 

Was passiert mit der überschüssigen Haut?

Was passiert mit der überschüssigen Haut?

Was passiert mit der überschüssigen Haut?

Inwiefern es zur Ausbildung von grossen überschüssigen Hautlappen kommt, ist einerseits abhängig vom Gewebetyp einer Person, vom Ausmaß des Gewichtverlustes und andererseits vom Alter. Entstehen durch diese Hautlappen chronische Irritationen und Infekte, können sogenannte Fettschürzenoperationen von der Krankenkasse übernommen werden. Die Kosten hierfür müssen bei der Krankenkasse beantragt werden. Hier hilft der plastische Chirurg bei der Antragsstellung. Eine Kostenübernahme machen die Kassen meist vom Vorliegen gesundheitlicher Probleme oder einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit abhängig.

 

Wie lange dauert die Gewichtsabnahme?

Wie lange dauert die Gewichtsabnahme?

Dauer der Gewichtsabnahme

Nach unserer eigenen Erfahrung hat ein Grossteil der Patienten nach Magenbypass und Schlauchmagen nach 6 – 9 Monaten sein Übergewicht um 50% verringert. Die Gewichtskurve stabilisiert sich in der Regel nach etwa 12 – 18 Monaten.




Ab wann ist man fettleibig oder adipös bzw. übergewichtig?

BMI-Index

BMI-Index

Fettleibigkeit bzw. Übergewichtigkeit wird bestimmt durch die Messung des Körpergewichts. Eine Person mit einem Body Mass Index (BMI) von 25-29,9 kg/m2 ist übergewichtig, hingegen ist eine Person mit einem BMI von 30 kg/m2 oder grösser fettleibig oder adipös.




Ab wann spricht man von einer morbiden Adipositas?

Morbide Adipositas

Morbide Adipositas

Von einer morbiden Adipositas oder auch krankhafter Adipositas spricht man, wenn der BMI grösser bzw. gleich 40 kg/m2 ist.

 

Was ist der BMI?

Body Mass Index (BMI)

Body Mass Index (BMI)

Die Abkürzung BMI steht für Body Mass Index. Dieser Index errechnet sich durch das Verhältnis von Gewicht geteilt durch Körpergrösse im Quadrat. Damit stellt er das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körperhöhe. Das Ergebnis zeigt dann ob eine Person normalgewichtig (BMI zwischen 18 und 24,9 kg/m2), Übergewichtig (25-29,9 kg/m2) oder Adipös (30 kg/m2 oder grösser) ist.

Body Mass Index (BMI)
< 18
Untergewicht
18 – 24.9
Normalgewicht
25 – 29.9
Übergewicht
30 – 34.9
Adipositas I°
35 – 39.9
Adipositas II°
> 40
Adipositas III°

 

bmi-rechner.jpg




Wie lange werde ich im Spital sein?

Wie lange werde ich im Spital sein?

Wie lange werde ich im Spital sein?

Dies ist von Patient zu Patient unterschiedlich und hängt jeweils vom Eingriff ab. Jede postoperative Komplikation führt verständlicherweise dazu, dass sich die Aufenthaltsdauer des Patienten verlängert. Im Durchschnitt, ohne Komplikation nach der Chirurgie, beträgt der Aufenthalt für ein für einen laparaskopischen Magenbypass oder eine Schlauchmagenresektion etwa 4-7 Tage. Die Patienten können gewöhnlich 3-4 Wochen nach der Operation wieder arbeiten.


  

Gibt es irgendwelche Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen schwanken in ihrem Auftreten und Ausmass und sie sind schwierig vorherzusagen. Einige Leute berichten über Probleme wie Durchfall, vermehrtes Abgehen von Wind und Erbrechen. Die meisten Nebenwirkungen können durch Änderungen in der Nahrungszusammenstellung vermindert werden. Mangelernährung ist selten mit den gegenwärtigen Eingriffen, obwohl Vitamin/Mineraliensubstitution ausserordentlich wichtig ist. Alle Patienten müssen bestimmte Zusätze ihr Leben lang nehmen, da die Operation Änderungen in der Absorption von Nährstoffen und eine verminderte Flüssigkeitsaufnahme verursacht.

 

Muss ich Vitamine und Mineralien mein Leben lang nehmen?

Vitamine und Mineralien

Vitamine und Mineralien

Ja!  Vor allem nach einer Magenbypass-Operation müssen Sie mit der Vitamin und Mineraliensupplementation fortfahren, um Ernährungsmangelzustände zu vermeiden. Diese Mangelzustände können verursacht sein durch eine verminderte Aufnahme und Schwierigkeiten Nährstoffe nach dem Eingriff zu absorbieren. Daneben besteht das Risiko, eine durch einen langfristigen Ernährungsmangel verursachte Erkrankung (z.B. Osteoporose) zu entwickeln. Die meisten Patienten brauchen ein Multivitaminpräparat, Kalzium, (ca. 1200 mg), Eisen für menstruierende Frauen (325 mg) und Vitamin B12 für Magenbypass Patienten (eine Injektion pro 3 Monate). Vitamine können als Tabletten oder flüssig eingenommen werden. Wenn Sie sich für eine Multivitamintablette entscheiden, dann nehmen sie eine solche in Form einer Kautablette oder ein Multivitamin für Kinder. Nehmen sie nicht Kalzium und Eisenminerale zusammen und versuchen Sie es zu vermeiden, Vitamine auf nüchternen Magen zu nehme

 

Spezialsprechstunde: Adipositas (Bariatrische Chrirurgie)

Umfassende Diagnose und Behandlung der Adipositas durch ein hochspezialisiertes Team von national und international bekannten Experten. Wir verfügen über langjährige chirurgische Erfahrung auf dem gesamten Spektrum der Bariatrischen Chirurgie.


Mehr zum Thema           Online-Anmeldung Ärzte & Spitäler         Online-Anmeldung Patienten

Anmeldung und Auskunft
Tel. +41 44 255 97 67
Fax +41 44 255 89 42
Samuel.Aemisegger@usz.ch

Für medizinische Fragen:

Verantwortliche Kaderärzte
Prof. Dr. M. Bueter, PhD
Dr. D. Vetter
Prof. Dr. C.A. Gutschow

marco.bueter@usz.ch

Sprechzimmer
UniversitätsSpital Zürich
Bariatrische Sprechstunde
Ambulante Disposition (AUFN A 370)
Rämistrasse 100
8091 Zürich

Kontaktadresse
UniversitätsSpital Zürich
Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie
Herr Samuel Nicolas Aemisegger (Clinical Male Nurse)
Rämistrasse 100
8091 Zürich